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Samstag, 14. April 2018

Es passiert wieder etwas auf diesem Blog...Der Abschluss

Hallo an alle. Erst einmal entschuldigt bitte, dass der Blog so lange ruhen musste. Ich werde ihn nun vervollständigen, bzw. abschließen!

Es ist jetzt alles schon lange her und wir leben mittlerweile glücklich in unserem Haus. Es ist wunderschön geworden und wir fühlen uns darin sehr wohl. Es ist immer Winter warm und im Sommer ist es nicht so heiß, dass es einer Klimaanlage benötigt. Die Räume haben wir uns sehr schön gestaltet (Na klar, ein oder zwei Meter in jede Richtung wäre wohl nie verkehrt), dennoch können wir zwei darin gut leben und haben ordentlich Platz.

Ich habe vermehrt die Mail bekommen, dass es schade sei, dass der Blog nicht vervollständigt wurde. Ich versuche, etwas über das Vergangene zu schreiben. Sollte es hier und da nicht komplett sein, bitte ich um Nachsehen. Es ist viel passiert und daher wird nicht alles Ansprache finden. Sollte etwas unklar sein, kann man mich gerne anschreiben und ich beantworte die Mails zu gegebener Zeit.

Die Übergabe des Hauses war zunächst relativ unproblematisch, wenn man davon absieht, dass Brale mal wieder etwas zu beanstanden hatte. Naja, gut, dass waren wir ja eh schon gewohnt. Etwas ist immer nicht ganz problemfrei. Hier war es die vorletzte Rate die der Brale noch gefehlt hatte. Ich weiß heute leider nicht mehr genau, wofür diese bestimmt war (glaube Fliesen oder Treppe), jedoch war dieser Teil abgeschlossen und kaum 1,5 Wochen später sollte die Übergabe stattfinden. Den Termin schlug der Bauleiter vor. Sehr gerne. knapp einer halben Woche vorher fiel der Brale auf, dass das Geld noch nicht überwiesen wurde. Jetzt teilte man mir mit, dass bevor die Zahlung nicht eingegangen sei, man keine Übergabe veranstalten wolle. Dass wir eine vertraglich vereinbartes Zahlungsziel von bis zu zwei Wochen hatten, war egal. Man drückte mal wieder die Pistole auf die Brust (und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein). Also ich die Bank kontaktiert und die Zahlung so schnell wie möglich zu veranlassen. Es hatte auch geklappt und wir konnten die Übergabe durchführen. Mein Sachverständiger kam hinzu und zusammen mit dem Bauleiter nahmen wir das Gebäude ab. Es dauert insgesamt knapp 3 Stunden. Wir protokollierten und unterschrieben alles. Es gab einige Mängel, jedoch waren diese von kleiner Natur. Als erheblichen Mängel kann ich die herabgehängte Decke im Eingangsbereich nennen und die kleinen Vorsprung im Treppenaufgang. Hier ist der Übergang zwischen Mauerwerk und Dachkonstruktion. Um die Trockenbauelemente anzubringen, musste man die auf die Holzpfeiler schrauben. Dadurch kragen sie insgesamt etwas heraus. Sieht halt nicht unbedingt richtig schick aus. Stört aber am Ende auch nicht wirklich. Die teils herabgehängte Decke im Flur kam ja aufgrund der Fehlplanung mit den Wasserrohren zustande. Letztendlich war man bereit mir dafür eine Gutschrift von 250€ zu erteilen. Alle anderen Mängel wurden so weit wie es ging behoben oder ignoriert. Bei den ignorierten Mängeln handelt es sich allerdings um geringfügige Abweichungen in Winkeln und Flächenebenen. Mit diesen kann ich auch leben und sie stören nicht beim Wohnen. Wie ihr merkt, wird man immer gleichgültiger was die Mängel betrifft. Hauptsache das Haus steht und funktioniert.

Das schönste kam aber noch. Ca. vier Wochen nach Übergabe, kontaktierte ich das Bauamt, um mal zu horchen, ob alle erforderlichen Anträge bzgl. einer Fertigstellung eingereicht wurden. Fehlanzeige. Keine unterschriebener Anträge bisher eingegangen. PS: Wer dafür haftbar gemacht wird, wenn die Bauunterlagen nicht eingereicht werden? Der Bauherr natürlich. Ihm wird gegenüber ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eröffnet. Es müssen eine Fertigstellungsanzeige (Bauherr), eine Statiknachweis (Prüfstatiker) und die Fertigstellung des Projektplaners (Bauunternehmen) eingereicht werden. Erst dann kann das Bauverfahren abgeschlossen werden. Tja, was machen wenn sich die Baufirma weigert? Ich rief mehrfach bei Brale an O-Ton "Naja, wenn die Schlussrate noch nicht beglichen ist, können wir ja nicht dem Bauamt sagen, dass alles i.O." "Wie sieht es denn mit Mängelbeseitigung aus?" "Dazu können wir keine Auskünfte erteilen" Super, es klappt ja. Ich habe letztendlich irgendwann resigniert und einfach der Dinge verharrt, die da kommen sollen.

Der Oberbauleiter hat sich dann bei uns später im Jahr 2017 gemeldet um die offenen Dinge zu klären. Hier konnten wir uns dann auf den o.g. Betrag einigen. Wir leisteten die Schlussrate abzgl. der vereinbarten Beträge und alles war gut.

Leider nicht. Die Fertigstellungsanzeige ging erst sage und schreibe nach weiteren Bemühungen meinerseits im Dezember 2017 beim Bauamt ein. Das Bauverfahren konnte im Januar 2018 für beendet erklärt werden. Eine folgerichtige Chronologie kann ich euch leider nicht anreichen, jedoch lass gesagt sein, dass wir Ende November 2016 die Übergabe hatten und die Fertigstellungsanzeige der Projektplanung im Dezember 2017 beim Bauamt einging. Ich finde es tatsächlich traurig, dass das so lange gebraucht hat. Selbst wenn wir der Zahlung nicht sofort nachgekommen sind (offene Mängel und bezahlte Rechnungen machen sich immer schlecht), besteht kein Recht darauf die Anträge dem Bauamt vorzuenthalten, obgleich das Haus fertig ist und dem Bauherren übergeben ist.

Jetzt kommen wir zu der alles entscheidenen Frage:

Würden wir erneut bauen? Wenn ja, mit Brale?

Ja wir würden unbedingt wieder bauen. Mit Brale? Eigentlich schon, natürlich ohne die negativ Erfahrungen. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech. Der Bau an sich lief super. Es ging sehr flott, die Gewerke feierten sich nicht, waren stets motiviert (bis auf natürlich einige wenige Ausnahmen), wir waren flexibel in den baulichen Nebenleistungen (z.B. eigene Sanitärobjekte, direkte Absprachen mit den Gewerken ohne dass diese mit der Brale kommunizieren mussten, etc.) und die Verwirklichung unseres Hauses sowie die verwendeten Materialen waren super. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Das Ende der Zusammenarbeit war denkbar schlecht. Die nicht geleistete Zahlung und die nicht eingebrachten Anträge haben uns sicherlich emotional zur Weißglut verholfen. Weshalb dieses Urteil wahrscheinlich relativ schlecht ausfällt.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Rostige Nägel

Das Wasser ist drin, der Estrich ist schön ausgetrocknet. Es kann endlich weiter gehen. Die Trockenbauer ziehen wieder ins Haus ein und beenden ihre Arbeit. Aber Moment mal...durch die hohe Luftfeuchtigkeit sind die Nägel der Trockenwände korrodiert. Das hat nämlich unser Maler entdeckt. Er legte uns nahe, dass diese ausgetauscht werden sollten. Mein Sachverständiger stimmte der Aussage zu. Es darf auf keinen einfach nur zu gespachtelt werden, irgendwann kommt der Rost durch und dann haben wir braune statt weiße Wände. Also rief ich bei unserer Trockenbaufirma an.

Gedächtnisprotokoll (sinngemäß wieder gegeben): "Schönen guten Tag, uns ist aufgefallen, dass bei uns auf der Baustelle ihre Nägel rosten." - "Ja das passiert schon mal"- (gut, dachte ich, dann weiß er ja Bescheid) "Wie wollen Sie denn damit verfahren?" - "Das wird dann fachmännisch zu gespachtelt." (düdümm...unpassende Antwort) "Naja, also ich habe mit unserem Sachverständigen gesprochen und mit unserem Maler. Beide sagte, dass man das auf gar keinen Fall machen sollte. Ich werde das dann so nicht abnehmen können" - "Moment mal, Sie sind gar nicht der Auftraggeber, also wenn, dann hat das die Brale zu entscheiden. Und wir müssten dann noch einen unabhängigen Sachverständigen einschalten dürfen. Bevor das nicht geklärt ist und Sie mir sagen, dass Sie das nicht abnehmen werden, brauchen wir ja gar nicht weiter machen" (nicht Ihr Ernst?) ...noch ein paar Worte und "auf Wiederhören" Ende des Gedächtnisprotokolls.

Wow...super... Also rief ich unseren Bauleiter an. Er wird sich der Sache annehmen. Zwei Tage später sprach ich mit den Handwerkern auf der Baustellen. Auf dem Boden lagen bereits sehr viele Schrauben. Sie hatten also schon damit begonnen, alle Schrauben aus zu tauschen. Demnach wurde das scheinbar erfolgreich durch unseren Bauleiter geklärt und es ging alles relativ unkompliziert von statten. Auch mal ein schönes Erlebnis.

Dienstag, 13. September 2016

Das Grüst wird abgebaut, unser Haus entpuppt sich

Es ist soweit, das Gerüst fällt...bzw. wird abgebaut. Und damit verschwinden die letzten äußeren Hinweise auf die Baustelle...naja zumindest vom Haus aus betrachtet. Um das Haus herum sieht es natürlich noch ganz und gar aus wie eine Baustelle. Alles Kraut und Rüben =)

Jedenfalls ist der Oberputz noch am Ende letzter Woche aufgebracht worden, sowie unsere Farbe. Ein "dreckiges Weiß" mit 0,4% Ocker und 0,3% schwarz o.ä. Der Putzer vor Ort meinte noch, dass er seit langem mal wieder ein Haus verputzt, dass diesen Standard-Zementputz erhält. Alle anderen hätten wohl Silikonharz- oder Kunstharzputz gewählt. Unsere Sachverständiger meinte dazu nur, dass es sich dabei um ein neues Produkt der Wirtschaft handelt und Häuser früher generell mit Zementputz verkleidet wurden; und diese stehen ja schließlich immer noch. Klar, bestimmt hat alles sein Für und Wider, aber in diesem Fall kann Standard mal genug sein.

Nur der Sockel muss noch von uns "sicher" gemacht werden. Hierzu muss noch unsererseits eine Dichtschlämme aufgetragen werden, damit der Putz vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt bleibt. Unser Putzer hat uns zusätzlich noch empfohlen, eine Silikonharzfarbe auf den Sockel aufzutragen, um eine längere Lebensdauer zu gewährleisten. Dazu habe ich mal Google befragt und die "Sockelfarbe" kostet um die 30€ für den gesamten Sockel. Überschaubar.


Zieh dich aus, kleine Maus... =) *pfeif*

Donnerstag, 7. Juli 2016

Baufortschritt

Es ist viel passiert. Deshalb werde ich mal alles zusammenfassen.

Am Sonntag fuhren wir zum Grundstück und fingen an, die Bretter für die Dachkästen zu streichen. Da wir häufiger durch Besuche gestört wurden, kamen wir nicht so weit wie wir es wollten. Dafür durften wir neue unmittelbare Nachbarn begrüßen, die sich vorstellten. Herzlich Willkommen und schön, euch als Nachbarn begrüßen zu dürfen. Ich kann nur sagen, dass wir den Altersdurchschnitt jetzt schon ganz schön runter ziehen. So viele junge Familien... Wir waren aber auch nicht weiter sauer auf die willkommene "Störung".

Am Montag fuhr ich dann nochmal zur Baustelle und pinselte fleißig weiter. Meine Mutti kam dann auch nochmal vorbei und unterstützte mich tatkräftig. Ihr machte es so viel Spaß, dass sie am nächsten Tag nochmal kommen möchte und alleine weiter macht. Traumhaft. Vielen Dank euch!

Als ich da so fleißig pinselte, schauten die Tiefbauer vorbei. Sie sollten sich mal ein Bild von unserer Bodenplatte machen. Sie konnten die "Krater" gar nicht nachvollziehen. Wer hat denn da Sand drauf geschmissen? Und die Holzbalken? Seltsam...Naja, wir waren es nicht, aber Ihre Mitarbeiter vielleicht, weil die Folie auf der Bodenplatte nicht so hielt, wie sie es sich vorgestellt hatten. Zum Niveau meinten sie, dass das ja dann über den Estrich ausgeglichen wird. Nee, Fehlanzeige. Das soll bitte nicht passieren. Wir haben hier schon ein ordentliches Gefälle und wenn ich bei der einen Stelle die vertraglichen 6 cm Estrich habe und bei der anderen 9 cm wirkt sich das sicherlich auf die Heizwirkung aus. Sie werden die Krater ausgleichen und wegen des Gefälles werden sie nochmal mit unserem Bauleiter und ihrem Chef sprechen. Mal sehen was passieren wird. Eigentlich hatten sie sich für Mittwoch angekündigt. Da kamen sie jedoch nicht.

Ab Dienstag waren die Maurer wieder aktiv. Sie mauerten die eine Giebelseite hoch. Am Mittwoch wollte ich mir dann vormittags vor der Arbeit einen Überblick machen und durfte ganze sieben Bauarbeiter begrüßen. Vier Maurer und drei Dachdecker. Juhu...die Unterspannbahn wird angebracht. Jetzt sieht es doch wirklich nach einem Haus aus. Auch hier gab es mal wieder für uns eine schlechte Nachricht. Das Dachfenster, dass in den Flur gesetzt werden soll, passt nicht zwischen die Sparren. Bzw. nicht so, wie wir es uns mit den Trockenbauwänden im DG geplant haben. Eine Nummer kleiner passt aber. Also statt 66 cm Breite, 55 cm Breite. Also bin ich gleich am Donnerstag Vormittag wieder zu OBI gefahren und durfte die Bestellung abändern. Hoffentlich kommen die rechtzeitig an. Mit der Dacheindeckung soll nächsten Donnerstag begonnen werden.

Hier ein paar Impressionen von dem Baufortschritt:









Freitag, 1. Juli 2016

Richtfest, das Original

Am Freitag sollte es dann so weit sein. Unsere Zimmererfirma konnte unsere Baustelle irgendwie dazwischen schieben und so kam es schon heute zum Anheben des Dachstuhls. Da ich leider nicht konnte, waren meine Mutter und mein Schwiegervater vor Ort und beobachteten das Geschehen. Biene kam nach ihrer Arbeit später hinzu.

Wie besprochen wurde der Dachstuhl mit einem Kran angehoben und die Kanthölzer von 12cm Höhe wurden dann darunter gelegt. Auch die Kehlbalken wurden nun montiert. Leider kam es schon wieder zu einem Fehler, aber wenn man alte Unterlagen hat und diese scheinbar nur in den Maßen aktualisiert werden und nicht komplett, ist das kein Wunder. Die Treppen, die zum Spitzboden führen soll, sitzt an der falschen Stelle. Mittlerweile wundert es mich schon gar nicht mehr, dass beim Rohbau zur Zeit alles mit immer wieder kleineren Fehler passiert. Das Mauerwerk muss ja z.B. auch noch einmal nachgearbeitet werden.

Dachstuhl angehoben (seitlich erkennt man die Holzklötzer zwischen Mittelpfette und Kehlbalken
Erhöhung- erkennbar durch helleres Holz
Der Richtspruch wurde dann von dem jungen Zimmerer gehalten, das Sektglas wurde zerschlagen und mein Schwiegervater durfte anstelle meiner den doch recht "kleinen" Nagel reinschlagen. Natürlich wurde der Nagel nicht durch drei Schläge versenkt. Er brauchte schon etwas Zeit =) Auf das unser Haus Glück und Segen empfangen mag! Hoch die Gläser!

Der Richtschmaus - mittig liegt der Nagel, der gleich versenkt wird


Die Dachkästen wurden auch gleich mit angeliefert und müssen durch uns bepinselt werden. Wir haben uns für die Farbe Anthrazit entschieden. Weiß ist Standard und erheblich anfälliger für Schmutz. Bis nächste Woche Freitag müssen sie fertig werden.

Dienstag, 28. Juni 2016

Richtfest

Es ist Dienstag...Endlich unser Richtfest. Wir freuen uns wahnsinnig! Biene hat sich gestern freigenommen, damit sie alle Vorbereitung treffen kann...Man, die hat was auf die Beine gestellt. Unglaublich. Als ich am Montagabend von der Arbeit nach Hause kam, sah ich den Kühlschrank und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der war voll bis an die Oberkante.

Am heutigen Morgen brachten wir alles runter und verstauten alles in den Autos und fuhren zu meiner Mutter. Sie bot alles bis 14 Uhr kühl zu halten, damit das Essen auf der Baustelle nicht umfällt. Als ich dann auf der Baustelle ankam, sah ich schon die ersten Sparren. Die waren bereits auf der Geschossdecke verbracht und aufgestellt. Ein riesiger Kran hob die Dachsparren, die vorgefertigt auf dem Anhänger bereit lagen, zum Haus hoch und dort wurden sie dann von den Zimmerern festgeschraubt. Ging flott. Ich beobachtete und traf nebenher die ersten Vorbereitungen. Gegen 10 Uhr bot ich Kaffee an und sie legten eine Frühstückspause ein. Man sprach über dies und das und ich stellte fest: "Das ist also der erhöhte Drempel?!" Der Zimmerermeister guckte verdutzt und antwortete: "Na, der Standard-Drempel"...Standard? Naja, 1,125 Meter halt...Nee, ist der Standard mit einem Meter Rohbaumaß...Uh ha...nicht wirklich oder? Nach dem ich gefühlt zehn weitere Male nachfragte, weil ich es einfach nicht glauben konnte, sollte es nicht unser Dachstuhl sein. Gut, weiter arbeiten ist erstmal quatsch. Ich rief gleich mal unseren Bauleiter an. Der ging zum Glück ran und sagte, er wird sich umhören. Also rief er anschließend mal bei dem Zimmerer an. Sie sprachen etwas und berieten über das Problem. Sie sahen ein, dass etwas falsch gelaufen ist. Der Zimmerer erklärte, dass er die Skizze anfangs mit einer Rohbauhöhe von 0,995 erstellte. Unser Bauleiter rief ihn dann wohl nochmal an und erklärte, dass unser Drempel auf 1,25 erhöht wird. Nach ein paar Tagen kam dann die Stornierung wieder..."Alles bleibt beim alten." Sie wurde dann bei Brale eingereicht und freigegeben. Da hat dann irgendjemand in der Planung geschlafen.




Er stellte mir auf die Schnelle dann zwei Möglichkeiten vor.

Die erste: Der Dachstuhl wird angehoben und um 12,5cm "hochgebockt". Die Raumhöhe würde sich dann auch um 12,5cm erhöhen.
Die zweite: Der Dachstuhl wird auch hier angehoben und hochgebockt. Die Mittelpfette würde dann ebenfalls bei jeder einzelnen Sparre erweitert werden. Daran werden dann die Kehlbalken befestigt. Bei dieser Alternative würden die Mittelpfetten nun nicht mehr, wie eigentlich vorgesehen am äußeren Rand liegen, sondern weiter "hinein rutschen".

Hier mal eine vereinfachte Skizze
Standard
Nach der Erhöhung
Wir entschieden uns, wenn dann, für die zweite Alternative. Ich schlug noch einen kompletten neuen Dachstuhl vor, so wie er bei uns in dem Angebot stand. Der Bauleiter sollte entscheiden. Was ist denn mit unserem Richtfest? Naja, einen Richtspruch kann er nicht aussprechen, das würde gegen die Ehre des Handwerk gehen. Erst wenn alles abgeschlossen ist, hat man einen Grund zu feiern. Nachvollziehbar, aber was ist mit unserer Planung? Das Richtfest soll stattfinden. Es steht nicht unter einem guten Stern scheinbar, aber nachdem es schon einmal verschoben ist, hatten wir keine Lust es noch einmal zu verschieben. Vor allem die ganzen Vorbereitungen...
Gegen 13 Uhr kam dann unser Bauleiter, die Handwerker indes packten ihr Kram zusammen und machten sich vom Acker. Wir berieten nochmal über die Situation und er entschuldigte sich. Wer den Fehler gemacht hat, wird gerade betriebsintern herausgefunden.Zum Glück haben wir es rechtzeitig bemerkt, bzw. zufällig darüber gesprochen. Zu einem späteren Zeitpunkt würde es deutlich mehr Aufwand kosten. Anschließend haben wir nochmal über die Bodenplatte gesprochen. Der Ausgleich soll dann gemacht werden und er hat mit unserem Sachverständigen vereinbart, dass er Fotos machen wird. Super, sie haben untereinander miteinander kommuniziert. Das klappt schonmal. Dann können sie sich in ihrem Fachchinesisch unterhalten. Durch mich als Überbringer gehen einfach viele Informationen verloren. Anschließend verabschiedete er sich und wir bereiteten uns auf unser Richtfest vor. Der Richtkranz wurde von einem lokalen Blumenhändler abgeholt, der Pool gefüllt und die Flaschen gekühlt. Freunde verliehen uns ihr EventShelter, was wir noch aufrichteten.

Der Richtkranz wurde durch den letzten auf dem Bau befindlichen Möchtegern- Zimmerer angebracht; durch mich =) Naja, die Stelle war nicht die beste, aber für mich am besten zu erreichen.



Unser Sachverständiger trudelte dann schon mal ein und wir machten uns noch gemeinsam an die Arbeit. Er machte ein Aufmaß vom DG und wir besprachen die weiteren Vorgehensweisen bzgl. Dachstuhl. Anschließend begannen allmählich die Festlichkeiten. Die Gäste trudelten langsam ein und wir bekamen sehr viele, sehr großzügige Geschenke. Wir waren am Ende echt überrascht, wie gut die Nachbarn auch untereinander harmonierten und wie freundlich es alles war. Wir fühlen uns gut in der Nachbarschaft aufgehoben. Vielen Dank nochmal an alle! 
süßer Richtkuchen

Buffet
Eine Ansprache mussten wir natürlich noch abhalten. Wir mussten ja das Fehlen der Zimmerer erklären. Natürlich nicht die beste Werbung für Brale... Wir haben uns aber nicht die Stimmung vermiesen lassen, und so bleibt schlussendlich zu sagen: Es war ein tolles Fest. Vielen Dank!

Dienstag, 21. Juni 2016

Absage des Richtfests

Ja, das war eine Horrornachricht! Am Dienstag saß ich nichtsahnend im Büro und erhielt eine Mail von unserem Bauleiter: Das Holz ist nicht durchgetrocknet. Der Dachstuhl kann deshalb nicht errichtet werden. Ein Richtfest fällt damit aus. Wow...Brillant. Soll ich wütend werden? Nein, bringt nichts. Wir haben eine Bauzeitgarantie, aber keine für ein pünktliches Richtfest. Es ist halt nun einmal das Baugewerbe und wenn man etwas aus der Flughafen-BER-Sache lernen kann, dann heißt es: nichts ist beständig. Wir müssen also alles umdisponieren. Wir hatten inzwischen sehr viele Nachbarn eingeladen, damit wir sie und sie uns kennen lernen können. Einige hatten auch schon zugesagt, einige noch nicht. Durch die Zusagen hatten wir ja die Mail Adresse, sodass absagen kein Problem war. Was aber mit denen, die einfach so vorbeikommen? Biene fuhr dann zum Grundstück und brachte ein riesiges Plakat an.

Der neue Termin war dann für den 28.06. angesetzt worden. Wer sagt uns, dass es dort garantiert stattfinden wird? Keiner...naja, aber an irgendetwas müssen wir uns festhalten...Also aktuelle Planung Dienstag! Wir aktualisierten also alle Mails und schrieben sie neu. Der Richtkranz von einem örtlichen Blumenhändler wurde verschoben, die bestellten Brötchen ebenfalls. War zum Glück alles kein Problem und unkompliziert.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Baufreigabe

*Wooouuuhhhuuuu* Wir haben heute endlich die Baufreigabe erhalten!!! Was für ein Hammer Gefühl! Unglaublich. Nach den ganzen Strapazen ist das Gefühl glaube ich völlig normal und verständlich. Uns ist echt ein ganzer Geröllberg vom Herzen gefallen.

Am Dienstag habe ich mal bei unserer zuständigen Sachbearbeiterin im Bauamt angerufen. Wir hatten bisher nämlich noch keine Eingangsbestätigung erhalten. Das bereitete mir schon Sorgen. Nicht, dass es schon bei der Einreichung zu Komplikationen kam. Gleich beim ersten Versuch, ging unsere Sachbearbeiterin ran. Ich fragte sie nach der Eingangsbestätigung. Dass tut ihr leid, sagt sie mir, aber jetzt brauchen wir die auch nicht mehr. Den positive Bescheid zu unserer Bauanzeige hat sie gerade fertig gemacht und in Poststelle übergeben. Er müsste also morgen per Einschreiben bei uns sein. Und so war es...naja, da die Post eher tagsüber ausgetragen wird, haben wir einen kleinen gelben Zettel. Am nächsten Tag, also heute konnte ich dann den Brief abholen. Darin war erstmal nur die Baugenehmigung, aber noch nicht die Baufreigabe. Dafür fehlte noch der Prüfbericht des Prüfstatikers, der in Brandenburg Pflicht ist. In Berlin hingegen, ist ein Prüfstatiker keine Pflicht.

Der Bericht des Statikers lag mir aber zufällig zum Telefonat vor. Nach dem Telefonat habe ich dann unserer Sachbearbeiterin den Bericht via Mail geschickt. Ein hoch auf unser Zeitalter *hey* Schön, dass es mittlerweile bei Behörden manchmal auch etwas unkomplizierter laufen kann. Sie meinte dann zu mir, dass sie es heute nicht mehr rausschicken kann. Morgen aber...Naja, am Ende hatten wir die Baufreigabe und den positive Baubescheid zeitgleich vorliegen. Herrlich....Jetzt kann es losgehen.

Donnerstag, 28. April 2016

Besuch beim Präventionsladen "Einbruchschutz" und Bemusterung bei Reisser

Das Thema "Einbruch und Diebstahl" ist natürlich ein Thema, mit dem auch wir uns schon beschäftigt haben. Zumindest, dass wir uns darüber schon unterhalten haben :-) Heute haben wir mal die Chance genutzt und waren in dem Präventionsladen der Berliner Polizei zum Thema Einbruchschutz. Diesen findet man am Platz der Luftbrücke. Hier hat man uns wirklich super beraten. Kompetent und freundlich. Wir wissen nun, worauf wir achten müssen. VSG-Verglasung, Pilzkopfzapfen, abschließbare Fenstergriffe, etc. etc. Vollgepackt mit einem Haufen Flyer verließen wir den Laden und machten uns auf den Weg nach Lutherstadt Wittenberg.

Denn dort erwartete uns der Termin bei Fa. "Reisser". Ein Sanitär-Grosshandel in Lutherstadt, mit einer großen Ausstellungsfläche. Wir haben einige Impressionen sammeln können und wurden von einer jungen Dame begrüßt, die uns vor Ort beriet und unsere Bestellungen dann bearbeiten wird. Ein bisschen Standard hat uns ausgereicht. Hier und da kommen dann doch noch Extrawünsche hinzu. Unsere Badewanne soll z.B. eine Unterputzarmaturausstattung bekommen, sodass dass Wasser in der Wanne selbst einfließt und nicht über eine Mischbrause. Die bodentiefen Duschen bekommen statt eines kleinen quadratischen Abflusses eine Ablaufrinne, die mit der Bodenfliese veredelt wird. 

Ehrlich gesagt, hatten wir Bedenken vor diesem Termin. Wir dachten, dass es sich hierbei wie ein übliches Verkaufsgespräch verhalten wird. Aber wir waren angenehm überrascht. Unsere Verkäuferin hat uns ehrlich beraten, uns alle Preise verraten und uns ein vernünftiges Angebot erstellt. Sie fragte uns, was uns vorschwebt und was uns vor Ort gefällt. Sie zeigte uns dann auch Alternativen, die von der Optik ähnlich sind und günstiger waren. Also rundum ein gelungener Termin. Teils gab es natürlich happige Aufpreise, aber das ist ja jedem im Vorfeld schon bewusst. Man muss halt wissen, was man will.

Montag, 25. April 2016

Klappe die zweite...

Wir haben heute erneut eine Bauanzeige eingereicht. Die zweite, nachdem die erste erfolgreich abgelehnt wurde. Nun hoffen wir auf mehr Erfolg. Unsere Architektin hatte zwei Wochen nach der Untersagung den Antrag fertig gestellt. Sie hat jetzt alle Bäume eingezeichnet, die Versickerung vor Ort beschrieben und eine ausführliche Berechnung des Obergeschosses vorgelegt. Jetzt ist hoffentlich alles vorhanden und die Baubehörde stimmt unserem Traumhäuschen endlich zu :)


Beim Amt konnten wir sogar kurz mit unserer Sachbearbeiterin reden, obwohl gar keine öffentliche Sprechstunde war. Aber sehr lieb von ihr, dass sie sich kurz Zeit nahm. Hoffentlich haben wir einen guten Eindruck hinterlassen und sie bearbeitet es so schnell wie möglich.


Unsere Architektin konnte uns bei Überreichung der Bauanzeige eine fröhliche Kunde mitteilen. Brale hat ihr gegenüber versichert, dass die Bauphase so schnell wie nur irgend möglich nach Baugenehmigung beginnen wird, sodass wir keine vier Wochen oder gar noch länger auf den ersten Spatenstich warten müssen. Wir warten ja schließlich schon sehr lange...Wir werden sehen....klingt aber erst einmal gut.



Sonntag, 17. April 2016

Untersagung der Bauanzeige

Unsere Bauanzeige wurde abgelehnt. Biene kam vergangene Woche Freitag nach Hause und da steckte ein großer Brief im Briefkasten. Ca. zwei Wochen nach Einreichung. Immerhin ging das ziemlich schnell. Aber was bringt uns das? Gar nichts. Wir müssen nun eine erneute Bauanzeige einreichen. Denn eine Bauanzeige bedeutet, dass bei Einreichung alles vorhanden sein muss und die Behörde einfach nur ihren Stempel draufdrückt und sagt: "Ja" oder "Nein". Und bei uns leider "nein".

Die Behörde bemängelte die Geschossflächenberechnung, sowie die mangelnde Beachtung der textlichen Festsetzung unseres Bebauungsplan. Diese Punkte verstanden wir nicht so recht. Der zweite Punkt war, dass dem Bauamt die Zusammenführung unser beiden Flurstücke fehlte. Hier fehlte der Grundbuchauszug (den wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht haben konnten), in dem die Flurstücke zu einem einheitlichen Grundstück vereinigt werden.

Die Bauanzeige wurde gestellt, um uns unnötige Kosten zu ersparen, so Brale. Die Alternative wäre ein vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren. Das würde uns ca. 150-200€ mehr kosten...Aber die Architektin hätte ja sehen können, dass etwas fehlt oder nicht stimmt und wenn sie sich nicht sicher ist, hätte man ein vereinfachtes Bauanzeigeverfahren auf den Weg bringen können. Aber sie war sich sicher, dass alles vorhanden ist. Wir hätten allerdings nichts gegen ein vereinfachtes Bauanzeigeverfahren gehabt. Jetzt müssen wir eben nochmal neu einreichen. Die Untersagung kam vergangene Woche Freitag. Unsere Architektin versucht seitdem, die Bearbeiterin zu erreichen, bisher vergeblich.

Wir hoffen, dass der Punkt der Kostenübernahme unkompliziert geklärt werden kann und wir bald einen neuen Bauantrag einreichen können. Wir verlieren dadurch mal wieder extrem viel Zeit...und das nervt.

Donnerstag, 24. März 2016

Bauantrag eingereicht

Heute ist es endlich soweit:

WIR HABEN UNSEREN BAUANTRAG EINGEREICHT! *feier*

Endlich!

Nach längerem Hin- und Her, können wir jetzt endlich aufatmen. Die Planungsphase bis hin zum Bauantrag ist erstmal vorbei. Jetzt müssen wir nur noch auf unsere Genehmigung warten und dann kann es losgehen. Für die Übergabe der Bauunterlagen kam unsere Architektin zu unserem Grundstück. Wir waren sowie so dort und mit dem Gartenhäuschen beschäftigt. Jetzt konnten wir sie persönlich kennen lernen und sie konnte das Grundstück sehen, von dem die ganze Zeit über gesprochen wurde. Fr. R. überreichte uns die dreifache Ausfertigung und wir unterschrieben gefühlte tausend Mal.

Am nächsten Morgen sind wir dann zum Bauamt gefahren und haben die Unterlagen abgegeben. Relativ unspektakulär. Ein Büro, ein "eine Empfangsbestätigung erhalten Sie in einer Woche" und ein "frohe Ostern" später, waren wir wieder draußen. Kein Champus, keine Knaller =)

In hoffentlich drei Wochen wissen wir mehr, spätestens in vier.

Unten habe ich jetzt ein Countdown eingerichtet um am Ende festzustellen, wie lange alles gebraucht hat.

Donnerstag, 3. März 2016

Jetzt doch ohne Terassenüberdachung

Fr. R., unsere Architektin, rief mich heute an und teilte mir mit, dass sie erneut Rücksprache mit unserem zuständigen Bauamt gehalten hat. Die Terrassenüberdachung, als "Geschossflächengewinn", ist so nicht machbar. Wenn der Drempel auf 1,125 m Rohbau gesenkt wird, dann steht der Baugenehmigung von der Geschossflächenberechnung nichts mehr im Weg; unabhängig von der Terrassenüberdachung. Zur Erinnerung: wir hatten im Angebot ein Rohbaumaß von 1,25 m unterschrieben. Die Terrassenüberdachung wäre damit auch überflüssig. Traumhaft! Es wäre zwar schön gewesen, aber nicht unter diesen Umständen und zu diesem Preis. Da kann man sich zur Not auch noch später etwas überlegen. Und sind wir mal ehrlich, ich glaube, den Balkon hätten wir eher selten benutzt. Im Endeffekt haben wir jetzt einen etwas niedrigeren Drempel, aber wen jucken die 12,5 cm?

Damit wurde das Haus noch einmal überarbeitet und sieht jetzt wie folgt aus:


Hausansichten

Querschnitt

DG


EG

Die Architektin wird als nächstes den Vermesser benachrichtigen, dass dieser das Objekt in den Amtlichen Lageplan einzeichnet und dann kann die Bauanzeige eingereicht werden. 

Dienstag, 23. Februar 2016

Unser Anliegen wird geprüft

Heute bekam ich einen kurzen, aber wichtigen Anruf von Brale, ein Mitarbeiter aus der Planungsabteilung. Er teilte mir mit, dass unser Schreiben ihm vorliegt und er es bearbeiten wird. Er stimmte uns zu, dass der Ablauf unter anderen Umständen hätte laufen sollen. Der Verkäufer hätte uns nicht etwas verkaufen und versprechen dürfen, was nicht planungsrechtlich umzusetzen ist. Der Verkäufer hat nun mal nicht die fachliche Kompetenz und steckt nicht in der Materie. Seine Aussage: "Man kann es dem Kunden nicht servieren und schmackhaft machen und am Ende klappt es nicht" (Zitat sinngemäß). Naja, wie auch immer... Er wird sich um ein Ergebnis bemühen. Dazu hat er den Bebauungsplan angefordert. Er wird ihn einsehen und uns hoffentlich bis Anfang nächster Woche ein Antwort mitteilen. Jedoch gab er weiterhin zu, dass er das mit der Terrassenüberdachung nicht gemacht hätte. Die Lösung könnte unter Umständen nicht umsetzbar sein, da ein Balkon/ eine Terrasse nicht unbedingt zur Geschossflächenberechnung zählt. *Ah ha*...Das muss jetzt alles erst einmal anhand des B-Plans geprüft werden. Da der B-Plan schon etwas älter ist, gilt damaliges Recht.

Eine Prüfung damals zusammen mit einem Architekten oder Bauingenieur wäre unter Umständen angebracht gewesen. Wenn ich daran denke, hätte man ein zweites Gespräch mit dem Architekten und dem Verkäufer zusammen machen können und wäre Punkt für Punkt alles durchgegangen. Aus den einigen Blogs, die ich bereits gelesen habe, habe ich erfahren, dass Architekt und Kunde sich zusammensetzen, Grundrisse zeichnen und der Kunde sich dann entscheiden kann, ob er unterschreibt oder nicht. Die Grundrisse müssten dann natürlich in der Firma bleiben (geistiges Eigentum und so). Das scheint mir eine pragmatischere Lösung zu sein.

Dienstag, 16. Februar 2016

Der Blog hat sich schon gelohnt...

Wow...über 1.000 Besucher waren schon auf unseren Blog... Vielen Dank an alle Leser. Wie ihr vielleicht schon erkennen konntet, haben sich bei uns bereits ein paar bestehende und zukünftige Nachbarn verewigt. Unglaublich, was die modernen Medien so leisten. Da wohnen wir noch nicht mal in unserem neuen Eigenheim und schon kennt man seine Nachbarn; witzig =) Wir konnten dadurch schon einige Erfahrungen austauschen und haben unseren ursprünglich gewollten Drempel von 1,25 m Trockenbau zurück. Die Architektin konnte den Hinweis, den wir von Nadine erhalten haben, umsetzen. Super ;) Danke...

Aber es gibt noch weitere Neuigkeiten: Wir haben jetzt ein Nachtrag bekommen. Die Änderung, die wir im Grundriss vorgenommen hatten, wurden nun neu kalkuliert. Hier haben wir z.B. Fenstergrößen geändert, neue Wände gezogen und natürlich unsere Terrassenüberdachung. Und dann kam der Schock: 13.470€ sollen wir zusätzlich lohnen....Wir waren baff und mussten den Kloß erstmal hinunter schlucken. 10.500€ soll alleine die Terrassenüberdachung kosten. Das ist echt der Hammer.

Folgender Gedanke tat sich jetzt aber auf:
Wir sind zu Brale gegangen, um einen 1,5-geschossiges Haus zu bauen. Eine Drempelerhöhung und ein Zwerchgiebel haben wir zusätzlich in das Angebot aufgenommen. Alle waren glücklich darüber, wir, der Verkäufer und der Mensch hinter den Kulissen, der die Preise für die Sonderwünsche kalkuliert. Wir setzten unser Kürzel unter den Werkvertrag und freuten uns. Tja, jetzt kommt heraus, dass es baurechtlich nicht möglich ist. Damit es wieder passt, wurde die Terrassenüberdachung integriert, und damit haben "wir" einen weiterer Sonderwunsch formuliert. Diesen Sonderwunsch hatten "wir" aber gar nicht; aber er muss sein, damit es von der zuständigen Baubehörde genehmigt wird. So...jetzt sag uns mal einer, was wir machen sollen. Rechtlich dagegen vorgehen? Nein, darauf hätten wir eigentlich keine Lust. Also milderes Mittel, einen Brief schreiben und außergerichtlich eine Einigung herbei führen. Ich setzte mich also ran und formulierte ein zwei-seitiges Dokument, in dem wir dem Chef, Hr. Brandenburg, persönlich unser Problem transparent zu erklären versuchten. Eine gerichtliche Lösung ist nicht unsere Intension und erst ganz am Schluss wollen wir daran denken, aber leider ist die Option nicht gänzlich auszuschließen. Es ist schade, dass man jetzt schon auch nur einen Gedanken darüber verschenken muss, so haben wir uns das nun wirklich nicht gewünscht. Aber leider unabdingbar. Ein Gespräch mit der Architektin oder einem anderen Planer vor Ort hätte einiges geholfen. Hier hätte man unser Angebot sorgfältiger überprüfen können und man hätte bemerkt, dass es so wie wir uns es wünschen nicht möglich ist. Dann hätte man schon vor Vertragsabschluss ein paar Parameter ändern können. Wir haben ja das Glück in einen B-Plan zu bauen und der liegt offen aus; es ist ja nicht so, dass nur wir den einsehen können. (siehe: http://bb-viewer.geobasis-bb.de/ --> hier kann man seine Adresse eingeben und man kann seinen Bodenrichtwert ablesen. Super Instrument, um sich vorab von der Lage ein Bild zu machen)

Aber...erstmal bis zehn zählen...Das Schreiben steht und wurde heute bei Einschreiben abgeschickt. Wir hoffen natürlich sehr, dass es zu einer Einigung kommt, mit der wir leben können....UND was heißt es jetzt wieder für uns??? WARTEN *stöhn* Der Einzug, so man jetzt schon darüber nachdenkt, rutscht immer weiter in den Winter...

Mittwoch, 6. Januar 2016

Was bisher geschah...

...wir beschäftigen uns jetzt schon sehr lange mit dem Gedanken zu bauen. Nun haben wir uns auch endlich entschieden. Nach gründlicher Überlegung und mehreren Gesprächen haben wir uns auch für eine Baufirma entschieden. Wir bauen jetzt mit:

Brale GmbH

Doch bevor wir zu dem Entschluss kamen, hatten wir auch einige andere Gespräche mit anderen Hausbaufirmen.

Da waren zum Einen Town & Country. Wir waren dort zu einem Verkaufsgespräch, was fast 3 Stunden dauerte. Der Verkäufer war an sich sehr freundlich, nur kam er uns manchmal etwas unbeholfen vor. In den darauf folgenden Tagen und Monaten rief er sehr häufig an. Das ging uns schnell auf den Keks, vor allem hatten wir noch gar kein Grundstück gefunden. Irgendwann sagten wir ihm ab.

Zum Anderen waren wir noch bei Allkauf Haus. Wir besuchten das Musterhaus in Spandau, ganz spontan...an einem Sonntag. Wir wollten auch eigentlich nur mal schauen. Allkauf Haus ist ein Fertigteil Bauunternehmen. Vieles erfolgt in Eigenleistung. Grundsätzlich gar nicht verkehrt. Der Verkaufer dort vor Ort begrüßte uns sehr freundlich und herzlich, zeigte uns das Musterhaus und lud uns gleich zu einem Gespräch ein. Sehr gut, dachten wir uns, so spontan...Naja, verblieben waren wir, dass er sich schnellstmöglich mit einem konkreten Angebot melden wird. In welche Richtung der Preis geht, konnte und wollte er uns nicht verraten...Aber "wir bleiben im Budgetrahmen"....na toll. Das hatte sich dann aber sowie erledigt, weil wir überhaupt nichts mehr von ihm gehört hatten...Mindestens 5 Wochen später erhielt ich dann einen Anruf, von seinem Mitarbeiter. Der meinte, das Angebot liegt nun auf dem Tisch und wir könnten vorbeikommen. Wir haben dankend verzichtet. Das alles hatte uns deutlich zu lange gedauert und wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt schon für eine massive Bauweise entschlossen.

Des Weiteren haben wir Scanhaus besucht. Auch hier hatten wir einen Vor-Ort-Termin. Die Verkäuferin begrüßte uns und zeigte uns das Musterhaus. Nachdem aber klar war, dass wir nichts selbst an dem Grundriss ändern dürfen, war das Thema schnell abgehackt. Uns gefiel nämlich ein Haus mit einem Grundriss, der mehr als nur unpraktisch war.

Wir entschieden uns dann aber doch gegen das Konzept des Fertigteilhausbaus und wollten massiv bauen.

Dafür war die nächste Anlaufstelle Team Massivhaus. Dort war ich alleine, da Biene sich nicht frei nehmen konnte. Das Gespräch dauerte gut eine Stunde. Der Verkäufer in Köpenick ratterte sein Programm runter und ging kurz auf unsere Wünsche ein. So als würde er zehn von diesen Gesprächen pro Tag halten. Es war nicht wirklich persönlich. Sein Redeanteil (90%), mein Redeanteil (10%). Zum Ende des Gesprächs wies er daraufhin, dass Team Massivhaus derzeit so viele Anfragen hätten, dass sie mit der Bearbeitung nicht mehr hinterherkommen. Na gut, das war immerhin eine Ansage. Es hat nur 3 Wochen gedauert. Nach intensiver Recherche und Lesen von einigen blogs entschieden wir uns dagegen. Es tauchen immer wieder negatives auf und es scheinbar auf fast allen Baustellen alles künstlich in die Länge gezogen. Außerdem gefiel uns die Bauweise mit der Dämmung nicht so. Geschmacksache...

Bei Richter Haus in Berlin, machte ich eine telefonische Anfrage. Aufgrund des baldigen Jahreswechsel und Änderung der EnEV, fragte Hr. R., ob wir uns über den Grundriss im Klaren sind. Ja sind wir. Ich schickte ihm einen groben Entwurf und bekam am nächsten Tag ein grobes Angebot. Hui, das ging ja mal flott. Und alles so unkompliziert. Leider war das Angebot nicht ganz im Preisrahmen und wir sagten aufgrund des schnellen Entscheidens ab. Hr. R. bat uns nämlich innerhalb einer Woche zu unterschreiben, das ging uns dann doch zu fix. Aber das was im Angebot stand, klang sehr gut. Schade eigentlich...

Anschließend waren wir bei Fandrich GmbH. Es handelt sich hierbei um eine mittelständische Firma aus Brandenburg. Der Chef höchstpersönlich hat uns empfangen und beraten. Wir war sehr zufrieden mit ihm, jedoch wollten wir lieber mit Ziegelstein bauen. Da Fandrich GmbH vorwiegend mit Gasbeton baut, schied er leider aus...eigentlich sehr schade. Er gab uns vor Allem gleich bei dem ersten Gespräch einen Kontakt von ehemaligen Bauherren mit, bei denen wir uns melden können. Das taten wir auch und sie zeigten uns ihr Reich. Es war schön bei ihnen und sie haben uns sehr geholfen. Auch mit der Entscheidung zu Bauen...Sie hatten unseren Wunsch zu bauen verstärkt. Danke euch nochmal.

Das Verkaufsgespräch hatten wir mit der Firma EWA Hausbau in Potsdam. EWA Potsdam und Brale GmbH arbeiten zusammen. EWA holte die Kontakte für Brale ran und Brale übernimmt das Bauvorhaben. Dort fühlten wir uns von der ersten Minute an, gut aufgehoben. Unser Verkäufer Hr. A. stand uns mit Tipps zur Seite und unsere unzähligen Fragen wurde weitestgehend beantwortet. Hatte er mal keine Antwort parat, so fragte er nach und setzte uns dann über den neuen Stand der Dinge in Kenntnis. Ich fragte auch hier nach einer Referenz. Hr. A. zögerte erst sehr stark und verwies auf den Datenschutz. Das konnte ich auch nachvollziehen und bat ihn, dass er doch bitte bei einem Bauherren anrufen möge und ihn fragt, ob es Recht. Wenn dieser dann ablehnt, hat er ja alles gemacht. Letztendlich war es gar nicht so dramatisch und wir erhielten zwei Kontakte. Top!! Wir haben eine Familie besucht, die gerade erst eingezogen sind und das gleiche Haus gebaut haben, was wir uns auch vorstellen konnten. Auch hier danke nochmal für eure Zeit und Bereitschaft, uns in eure Privatsphäre zu lassen. Damit habt ihr uns sehr geholfen und wir kamen zum Ergebnis:

Es wird nunmehr ein Brale 100 mit einem Zwerchgiebel des Brale 120. Juhu...

Letztendlich wollten wir auch ein Haus bauen, welches mit dem KfW 70 Programm gefördert werden soll. Dieses haben wir bei Brale dann gefunden. Ein großer Vorteil allein ist bei der Firma, dass die Hauspreise transparent auf der Firmenhomepage veröffentlicht werden. Das ist nur bei wenigen Hausbaufirmen der Fall.

Wir mussten natürlich auch noch ein Grundstück finden. Nach langer Suche, die eigentlich viel früher angefangen hatte, hatten wir endlich das passende Grundstück gefunden. Es ist in Michendorf. Problem war hier nur, es konnte keine Reservierung erfolgen. Also musste die Hausbaufirma plus die Finanzierung stehen. Erst dann kann beurkundet werden...Naja, rein theoretisch kann auch schon mit Bestätigung der Finanzierung beurkundet werden, aber wenn man schon mal immense Schulden auf sich nimmt, dann gleich richtig.

Also letztendlich sind wir in das neue Jahr mit folgender Checkliste gestartet:

Grundstück................offen (Gestern hat sich herausgestellt, dass wir am 22.01.2016 beurkunden)
Hausbaufirma............check (Es wird Brale!)
Garage.......................check (Es wird eine MC Garage...dazu in einem separatem Post mehr)
Finanzierung..............check (Gestern haben wir die Bestätigung erhalten)

Jetzt bleibt nur noch die Beurkundung offen und das Bauvorhaben muss eingereicht werden.